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Nach der Festnahme von Thomas Lenz
Hafke: "Lehren aus der letzten Woche ziehen"

Nach der Festnahme von Thomas Lenz: Hafke: "Lehren aus der letzten Woche ziehen"
Marcel Hafke (FDP): "Gruppen, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen, haben in Wuppertal keinen Platz.“ FOTO: Rundschau / Max Höllwarth
Wuppertal. Während einer rechten Kundgebung in Wuppertal am 16. Juni nahm die Polizei am Rande der Gegendemonstration Thomas Lenz, Chef des Wuppertaler Jobcenters, in Gewahrsam.

Die sich anschließende Diskussion erreichte über die sozialen Medien schnell auch den Düsseldorfer Landtag. Insbesondere SPD und FDP waren gänzlich unterschiedlicher Auffassung darüber, wie ein solcher Vorfall durch die Politik angemessen zu begleiten sei. Marcel Hafke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Düsseldorfer Landtag, erklärt: "In der Sache sind wir uns doch einig: Gruppen, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen, haben in Wuppertal keinen Platz."

"Als Vertreter von Parteien der demokratischen Mitte unseres Landes müssen wir gemeinsam Haltung gegen rechten, linken oder religiös motivierten Extremismus zeigen", so Hafke. Besonders bedauerlich sei es, so der Landtagsabgeordnete weiter, dass das eigentliche Ziel der Gegendemonstration in den Hintergrund gerückt worden sei: "Als gebürtiger Wuppertaler bin ich stolz darauf, dass die Bürger meiner Stadt immer weltoffen und freundlich sind. Leider sind die einzigen, die von den Nebengeräuschen profitieren, die Extremisten."

Um in Zukunft noch entschiedener gegen antidemokratische Tendenzen einstehen zu können, bräuchte es einen glaubhaften Schulterschluss der demokratischen Mitte, betont Hafke: "Wir müssen aus den Entwicklungen im Nachgang der Kundgebung gemeinsam Konsequenzen ziehen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Herr Mucke als Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal zu einem runden Tisch einladen würde, an dem alle politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure Platz nehmen können, die sich für die Werte und Normen einer pluralistischen Gesellschaft einsetzen."