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Helios Klinikum
Großes Stühlerücken

Helios Klinikum: Großes Stühlerücken
Helios-Geschäftsführer Dr. Niclas Cruse hat um seine Beurlaubung gebeten. FOTO: Helios
Wuppertal. Im Helios-Klinikum brodelte es schon seit einiger Zeit. Im Mittelpunkt der Kritik stand dabei Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse. Doch dessen Zeit in Wuppertal ist abgelaufen. Von Hendrik Walder

Schon seit Wochen kursierte ein anonymer Brief – angeblich von Mitarbeitern des Helios-Klinikums aufgesetzt. Darin wird dem Geschäftsführer vorgeworfen, er habe "in den acht Monaten seiner Tätigkeit beinahe alles kaputt geschlagen, was man zerstören kann". Im Besonderen werfen die Verfasser Cruse vor, für den Weggang der Pflegedirektorin Simone Hyun verantwortlich gewesen zu sein, die sich "vorbildlich um die Belange der Mitarbeiter" gekümmert habe. Angeblich lag dem Brief eine Liste mit 1.000 Unterschriften vor. Allerdings gab sowohl die Klinikleitung als auch der Personalrat in der vergangenen Woche gegenüber der Rundschau an, den Brief nicht zu kennen.

In den letzten Tagen überschlugen sich denn doch die Ereignisse: Wie Helios-Pressesprecherin Elisabeth Abad am Dienstag, 11.12., mitteilte, hat Niklas Cruse um eine "vorübergehende Entbindung von seinen Aufgaben gebeten". Zur weiteren Zusammenarbeit sei man derzeit im Gespräch. Bis dahin werde Reiner Micholka, Geschäftsführer der Helios Region West,  als in der vergangenen Woche vom Aufsichtsrat bestellter, zweiter Geschäftsführer des Helios Klinikums in Wuppertal die Leitungsaufgaben übernehmen. Manuel Berger ist im Gegenzug als zweiter Geschäftsführer abberufen worden.

Unabhängig davon übernimmt Prof. Dr. med. Rudolf Leuwer, der ärztliche Direktor der Helios -Klinik in Krefeld, ab Januar auch die ärztliche Leitung über das Wuppertaler Haus. Damit tritt er die Nachfolge von Prof. Dr. med. Petra Thürmann an, die bei Helios die zentrale Forschung übernimmt.

 

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