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Diskussion über Fahrradhaus am Döppersberg
Geht nur gemeinnützig

Diskussion über Fahrradhaus am Döppersberg: Geht nur gemeinnützig
So könnte es aussehen, das Döppersberg-Fahrradparkhaus an der künftigen Kreuzung Brausenwerth. FOTO: Illustration Stadt Wuppertal
Wuppertal. Der neue Döppersberg soll auf der Rückseite des "Primark"-Gebäudes ein Fahrradparkhaus bekommen. Die Planung läuft. Es geht um eine etwa 200 Quadratmeter große Anlage mit 120 Stellplätzen, die schätzungsweise zwischen 500.000 und 800.000 Euro kosten wird. Von Stefan Seitz

Um das Ganze zu betreiben, rechnet die Stadt mit 10.000 bis 20.000 Euro, die pro Jahr in die Hand genommen werden müssen. Dem gegenüber stehen geschätzte Jahreseinnahmen, die wohl nur um die 2.000 Euro liegen dürften. Diese Zahlen zeigen, dass das Fahrrad-Haus weder für einen öffentlichen Betreiber wie etwa die Stadtwerke, noch privatwirtschaftlich interessant sein würde. Übrig bleibt also, so die Darstellung in der Döppersberg-Kommission, nur eine gemeinnützige Variante mit Mitarbeitern aus dem zweiten Arbeitsmarkt. Stadtdirektor Johannes Slawig versicherte jedenfalls: "Es gibt ein Haus. Mit guter Qualität und bezahlbar."

Das Geld, das die Stadt für das Gebäude ausgeben wird, kommt aus der so genannten Stellplatzabgabe, die alle Bauherren bezahlen müssen, wenn sie keine oder nicht ausreichende Parkflächen nachweisen können. Klaus Lüdemann (Grüne) kritisierte die mit 120 Abstellplätzen zu kleine Dimension – und fragte, ob das Modell überhaupt über einen längeren Zeitraum tragfähig sein könne. Johannes Slawig dazu: "Wenn alle Betreibermodelle nicht funktionieren, werden wir uns für eine voll automatisierte Variante ohne Service- und Dienstleistungen entscheiden."

Markus Rathke, der den Bund Deutscher Architekten (BDA) vertritt, mahnte mit dem Satz "beim Döppersberg sind auch die Details entscheidend" zu einem Architekturwettbewerb. So einer sei auch für den neuen Info-Pavillon zugesichert gewesen, und dann wegen Zeitmangel entfallen.

Fest steht: Fertig sein muss das Fahrrad-Haus am 31. Dezember 2018.

Die Rundschau-Radrunde