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Forensik: "Nirgends so nah"

Forensik: "Nirgends so nah"
Der Widerstand vor Ort ist seit Jahren groß. 2013 bildeten Bürger eine Menschenkette. FOTO: Michael Bergmann
Wuppertal / Düsseldorf. Die Bürgerinitiative "Keine Forensik auf Lichtscheid" widerspricht Einschätzungen des NRW-Gesundheitsministeriums zu den Standorten von Maßregelvollzugsanstalten im Wohngebieten.

Weder in Köln, Dortmund, Herne oder Essen "sind Grundschule oder Kindergärten so nah, nirgendwo gibt es so viele Wohnhäuser direkt an der Mauer, in keiner Stadt wurde ein Filetstück mit einer Forensik gebaut, auf dem die Stadt ein attraktives Wohngebiet vorsah", heißt es in einer Stellungnahme der Bürgerinitiative. "Die anderen Einrichtungen sind mit Ausnahme von Köln deutlich kleiner. In Essen gibt es keine Maßregelvollzugsanstalt im Sinne wie sie in Wuppertal vorgesehen ist."

Die Bürgerinitiative hat nach eigenen Angaben "im Internet recherchiert, mit einem Klinikbeirat gesprochen und sich die vom Ministerium immer wieder als vergleichbar angeführten Standorte selbst angesehen". Das Ergebnis: "An keinem der Stadtorte Die BI überzeugt die Argumentation des Ministeriums nicht. Im Gegenteil zeigt gerade der Massivbau in Köln, dass ein Mindestabstand zur Wohnbebauung dringend geboten ist. Es muss darum gehen, einen Standort zu finden, an dem die direkten Beeinträchtigungen durch die Forensik so gering wie irgend möglich sind. Das ist auf Lichtscheid nicht der Fall." (Zur Analyse: hier klicken!)

Unter dem Motto "Wir l(i)eben Lichtscheid" steigt am 29. August 2015 auf dem Platz vor dem Straßenverkehrsamt (Müngstener Straße 10) ein Stadtteilfest mit einem bunten Programm. Ihr Kommen zugesagt haben Oberbürgermeister Peter Jung und SPD-Herausforderer Andreas Mucke.

Dazu auch die Umfrage (bis 7. August 2015, 11 Uhr): hier klicken!

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