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Bürgerbudget
Die 30 besten Ideen stehen

Bürgerbudget: Die 30 besten Ideen stehen
Die „Pfandraiserinnen“ Laura Krämling (li.) und Racel Bosbach sammeln Flaschen für den guten Zweck und wollen mit ihrer Idee auch die Schulhöfe erobern. FOTO: Florian Schmitz (Archiv)
Wuppertal. Über 100 Projekte waren für das Bürgerbudget ins Rennen gegangen. Nun stehen die 30 besten Ideen fest. Im September wird entschieden, wer die 150.000 Euro bekommt.

Ein Anschluss der Sambatrasse an den Steinbecker Bahnhof, öffentlich zugängliche Naschgärten, ein Theatersommer auf der Hardt, Container, die das Hilfsprojekt "Pfandraising" an Schulen attraktiver machen – die Liste der 30 Projekte, die vom Bürgerbudget profitieren könnten, ist voller verheißungsvoller Ideen, die das Leben in Wuppertal attraktiver machen. Über 160 Menschen haben bei einer Bürgerwerkstatt über die Vorschläge diskutiert, die in den vergangenen Wochen eingereicht worden waren.

Insgesamt stehen 150.000 Euro zur Verfügung, die in einzelne Projekte investiert werden können. Mit der Bürgerwerkstatt zum Bürgerbudget in der Barmer Gesamtschule betrat die Stadt mit ihrem Team Bürgerbeteiligung Neuland: An insgesamt 21 Tischen diskutierten jeweils acht Teilnehmer die 109 eingereichten Ideen, die in einer ersten Runde einer Überprüfung standgehalten hatten. 
Die Workshop-Teilnehmer prüften in lebhaften Diskussionen, ob die Projekte tatsächlich zum Gemeinwohl für Wuppertal beitragen würden. Nachdem 30 von über 100 Projekte und Visionen in die engere Wahl kamen, muss nun die Stadt die einzelnen Ideen auf Finanzier- und Machbarkeit prüfen. Im September soll dann mit einem Voting die endgültige Entscheidung für konkrete Projekte getroffen werden.

Stadtdirektor Johannes Slawig erklärte: "Wir wollen mit dem Projekt Bürgerbudget zeigen, dass es sich lohnt, sich aktiv zu beteiligen. Wir wollen damit auch das Interesse am kommunalen Haushalt, an der Politik fördern." 
Das Projekt Bürgerhaushalt und Bürgerbudget wird in Wuppertal begleitet vom Empatia-Forschungsprojekt. Im Rahmen dieses EU-finanzierten Projektes wird in vier Städten – Wuppertal, Lissabon, Mailand und Ricany – untersucht, wie sich Bürgerbeteiligung auf Politikverdrossenheit und das Vertrauen der Menschen in lokale Institutionen auswirkt.