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ver.di contra Paschalis
"Dezernent ernsthafte Belastung"

ver.di contra Paschalis: "Dezernent ernsthafte Belastung"
ver.di-Geschäftsführer Daniel Kolle. FOTO: ver.di
Wuppertal. Die Gewerkschaft ver.di stellt sich in der Auseinandersetzung zwischen der Stadtspitze und Panagiotis Paschalis (Dezernent für Bürgerbeteiligung, Recht, Beteiligungsmanagement und E-Government) auf die Seite der Kommune.

"Dank der Äußerungen von Herrn Paschalis müssen sich nun Kolleginnen und Kollegen, die sich jeden Tag dafür einsetzen, die Stadt und die Verwaltung mit besten Kräften und nach Recht und Gesetz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu vertreten, Anfeindungen und pauschale Korruptionsvorwürfe gefallen lassen", so Daniel Kolle, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Wuppertal-Niederberg.

In seiner Stellungnahme heißt es: "Dieser Dezernent stellt sich als ernsthafte Belastung für die Beschäftigten im Konzern Stadt dar. Diese haben nicht nur die fachlichen, politischen und persönlichen Fehler des Dezernenten zu ertragen und auszugleichen, wie beispielsweise beim Thema Einwohnermeldeamt, sondern müssen über dessen Amtszeit hinaus nun auch noch diese Hypothek abtragen.

Und weiter: "Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Briefes an die Bezirksregierung Düsseldorf ist fragwürdig. Wären die Vorwürfe begründet, warum sind sie dann nicht wesentlich früher angezeigt worden? Herr Paschalis muss das erklären, will er sich nicht dem Vorwurf aussetzen, er spiele nur auf Zeit und in Erwartung potentieller Pensionsansprüch. Dieses Theater um die Abberufung des Beigeordneten muss mit einer klaren Entscheidung am 26. Juni 2017 beendet werden. Der Schaden für alle Beteiligten, insbesondere die Beschäftigten, ist schon jetzt massiv und darf nicht noch größer werden."