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Projekt "KOMM"
Bethe-Stiftung hilft Flüchtlingsinitiative

Projekt "KOMM": Bethe-Stiftung hilft Flüchtlingsinitiative
Esra Kiratli und Ali Azzouz engagieren sich bei "Komm". Die Rundschau hat das Duo erst vor kurzem zu Helden des Alltags gekürt. FOTO: Rundschau
Wuppertal. Mit einer Verdopplungsaktion unterstützt die Bethe-Stiftung den Förderverein "Hilfe zur Integration in Wuppertal" der Initiative "KOMM". Die Verdopplungs-Aktion läuft vom 9. April bis 9. Juli 2018. Bis zu einem Betrag von 10.000 Euro verdoppelt die Bethe-Stiftung alle eingegangenen Spenden.

"Wir freuen uns sehr. Die Verdopplungsaktion macht es möglich, unsere Projekte langfristig durchzuführen und besonders in die Schulung der Ehrenamtlichen zu investieren", sagt die Vorsitzende des Fördervereins Dorothee van den Borre.

KOMM ist eine Initiative der vereinigten ev. Kirchengemeinde Heckinghausen und des CVJM Heckinghausen. KOMM setzt sich insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche ein, die als Asylbewerber und Flüchtlinge in den Wuppertaler Osten kommen. Dabei werden die vorhandenen Strukturen im Stadtteil genutzt und die Beteiligten mit oder ohne Migrationshintergrund motiviert, sich und ihre Stärken ehrenamtlich einzubringen. Probleme werden gemeinsam angepackt.  Das hilft, zu einer Gemeinschaft zu werden.

Neben den etablierten Angeboten für Menschen mit Fluchthintergrund will die Flüchtlingsinitiative 2018 in Zusammenarbeit mit dem Quartiersbüro Heckinghausen ein monatliches Frauenfrühstück für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund anbieten. Auch ein Sprachcafé ist geplant.

Außerdem sollen in diesem Jahr die Ehrenamtlichen mit Fluchthintergrund besonders ausgebildet und gefördert werden. Als Höhepunkt des Jahres 2018 ist ein mehrtägiges Familiencamp im Odenwald geplant, das in Kooperation mit dem CVJM-Westbund und dem SkF Bergisch Land durchführt wird. Das Programm wird von Menschen mit Fluchthintergrund gestaltet.

Als Ergänzung zu dem bewährten Familiepatenprojekt will KOMM einen "Expertenrat" auf die Beine stellen: Ingenieure, Lehrer, Handwerker und Therapeuten, ebenso wie Pensionäre mit viel Wissen und Lebenserfahrung unterstützen Asylbewerber mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen.

"Heimat ist da, wo ich mich wohl fühle und meinen Platz finde", sagt Dorothee van den Borre, die Vorsitzende des Fördervereins. "Die Angebote greifen wie Zahnräder ineinander, so dass Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenwachsen und sich füreinander engagieren."

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