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Amtsgericht
Ausraster im Familienkreis - Bewährungsstrafe

Amtsgericht: Ausraster im Familienkreis - Bewährungsstrafe
Das Wuppertaler Amtsgericht. FOTO: ag-wuppertal.nrw.de
Wuppertal. Ein 41 Jahre alter Angeklagter aus Elberfeld gab in seiner Verhandlung am Freitag (10. August 2018) vor dem Amtsgericht einen gewalttätigen Ausraster im Familienkreis zu. Von Dirk Lotze

Er habe - alkoholisiert - seinen Schwiegervater mit einem Fausthieb attackiert; bei einer Fortsetzung vor seinem Haus habe er einen Scheibenwischer von einem Auto abgebrochen und damit Richtung Gesicht seines Gegners gestochen.

Seine Begründung: "Der war früher Kampfsportler. Ich hatte Angst um mein Leben!" Der Schwiegervater soll dem Angeklagten zuvor vorgeworfen haben, dessen erkrankte Frau - seine Tochter - unzureichend zu pflegen. Der Anwalt erläuterte: "Ein Wort gab das andere. So ist das passiert."

Nachdem der Angeklagte gestanden hatte, brauchten die Zeugen nicht mehr auszusagen. Der Mann nahm sieben Monate Freiheitsstrafe an, die das Gericht zur Bewährung aussetzte. Er ist laut Medieninformationen seit Jahren massiv in rechtsextremen Parteien und der zugehörigen Szene aktiv.

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