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WSW-Bilanz
300 Busse, 3.671 Kilometer Stromkabel

WSW-Bilanz: 300 Busse, 3.671 Kilometer Stromkabel
Blick in die Schwebebahn-Werkstatt. FOTO: WSW
Wuppertal. Die Wuppertaler Stadtwerke ziehen zum Tag der Daseinsvorsorge (23. Juni 2018) Bilanz. Die WSW sowohl die Energie- und Trinkwasserversorgung als auch die Stadtentwässerung und den ÖPNV sicher. Für die Modernisierung und Erhalt der Infrastruktur in Wuppertal zahlt jeder Bürger rechnerisch knapp 80 Cent am Tag.

3.671 Kilometer Stromkabel liegen in Wuppertal im Boden, außerdem 952 Kilometer Gas- und 1.110 Kilometer Wasserrohre. Hinzu kommen 128 Kilometer Fernwärmeleitungen und 1.537 Kilometer Abwasserkanäle. Zu den Versorgungsnetzen gehören auch Betriebsanlagen wie Wassertürme, Pumpstationen und Speicher für die Trinkwasserversorgung, Übernahmestationen sowie Behälter für die Gasversorgung, Umspannwerke, Netzstationen und Verteilerschränke für die Stromversorgung sowie Stau-, Regenklärbecken und Verzweigungsbauwerke für die Stadtentwässerung.

Im ÖPNV sind täglich rund 300 Busse auf 65 Linien unterwegs, die 1.830 Haltestellen anfahren. Wichtigstes Nahverkehrsmittel für die Wuppertaler ist die Schwebebahn mir rund 24 Millionen Fahrgästen jährlich.

Um die Leistungen in Versorgung, Entsorgung und Nahverkehr für die Menschen und Unternehmen in Wuppertal zu erbringen, arbeiten 3.247 Menschen bei den WSW. Rund 40 junge Menschen beginnen jedes Jahr bei den Stadtwerken ihre Ausbildung in unterschiedlichen Berufen, um später für Tätigkeiten in Ver- und Entsorgung sowie im Nahverkehr qualifiziert zu sein.

"Daseinsvorsorge ist unser Kerngeschäft", so der WSW-Vorstandsvorsitzende Andreas Feicht, "Das hat sich auch 70 Jahre nach Unternehmensgründung nicht geändert. Die Art und Weise, wie wir diesem Auftrag nachkommen, hingegen schon", so der Stadtwerke-Chef: "Energiewende, Klimaschutz und Digitalisierung sind die jüngsten Entwicklungen, von denen auch gewaltige Impulse für unsere Geschäftsfelder ausgehen."

So beteiligen sich die Stadtwerke an der verstärkten Integration der regenerativen Energien in den Energiemarkt. 2012 beteiligten sich die WSW erstmals an einem Windpark. Ein zweites Projekt folgte 2017. Lokal fördern die Stadtwerke klimaschonende Energieerzeugung und Nutzung mit dem Programm "WSW Klimafonds". 120.000 Euro wurden im vergangenen Jahr ausgeschüttet. Die Förderung richtet sich an Kunden der WSW, die Klimaschutzmaßnahmen umsetzen möchten. Das kann beispielsweise die Installation einer Erdwärmeheizung sein oder die Anschaffung eines Elektroautos. Auch die Digitalisierung bietet den WSW Chancen bei der Daseinsvorsorge im Zeichen der Energiewende. So betreiben die Stadtwerke die weltweite erste digitale Handelsplattform für lokalen Ökostrom, den "Tal.Markt".

Zu den größten Projekten der letzten Jahrzehnte gehörten der Bau des Entlastungssammlers Wupper, der Schwebebahnausbau und aktuell die Einführung einer neuen Wagengeneration sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes.

Mehr als 100 Millionen Euro haben die WSW 2017 für den Ausbau und die Instandhaltung der Infrastruktur für Strom-, Gas-, Fernwärme- und Trinkwasserversorgung, Stadtentwässerung, ÖPNV und Energiedienstleistungen aufgewendet. Wasserwerke, Trinkwassernetz und Kanalsystem betreiben die WSW als Dienstleister für die Stadt Wuppertal. Rein rechnerisch entfielen 2017 auf jeden Einwohner Wuppertals 289,08 Euro, oder 79,2 Cent pro Tag für die Daseinsvorsorge in Energie, Trinkwasser, Stadtentwässerung und Nahverkehr.

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