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Wer bezahlt die Party?

Betr.: "Gerechtere Kita-Gebühren?!, Rundschau vom 16. Mai

Das Drama um die Kita beginnt schon weit vor den Gebühren. Sollte man trotz Berücksichtigungsreihenfolge (Alleinerziehende unabhängig von einem Beschäftigungsverhältnis, Geschwisterkinder, sozial schwierige Verhältnisse...) von den hinteren Plätzen aus (Eltern leben zusammen, beide berufstätig) einen Betreuungsplatz ergattert haben, wird man in Wuppertal im Vergleich zu anderen Städten ordentlich zur Kasse gebeten.

Viele der "Anspruchsberechtigten", die vorrangig eine Zusage bekommen, zahlen für diesen Platz nicht oder nur wenig. Die der Stadt entstehenden Kosten bleiben jedoch gleich. Nur, dass diese dann von weniger Zahlern getragen werden müssen. Die Belastung für den Einzelnen steigt.

Schon jetzt ergibt es für viele Mütter keinen Sinn, einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen, da die geringfügige Steigerung des Familieneinkommens an allen Seiten zu höheren Abgaben führt. Am Ende bleibt ein Stundenlohn von wenigen Euro.

Sollte das wirklich gewollt sein, wäre es an der Zeit, den Dummen, die die Party bezahlen, zumindest einen sicheren Betreuungsplatz zu verschaffen.

Tatjana Wittke, Hatzfelder Straße

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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