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Warum nicht auch in Wuppertal?

Betr.: Sozialticket, offener Brief an Stadtwerke und Stadtrat

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. November traute ich zunächst meinen Augen nicht. Was ich da in der Neuen Westfälischen Zeitung (Kreis Höxter) lesen konnte, hatte mir die Sprache verschlagen. Eine Nachricht aus meiner Heimatregion versetzte mich ins Staunen. Zum 1. Januar 2019 wird in den Kreisen Paderborn und Höxter ein Sozialticket eingeführt.

Es handelt sich um ein Ticket, das diesen Namen wohl zu Recht tragen wird. Geplant ist folgendes: Mit dem Jahreswechsel werden zwei Ticketvarianten angeboten. In dem einen Fall können Menschen mit geringem Einkommen ein Ticket für 24,90 Euro beantragen. Der Normalpreis wäre 54,10 Euro. In der anderen Variante ist ein Ticket für 36 Euro zu erwerben. Der Normalpreis betrüge 90,50 Euro.

Mit Lokalpatriotismus habe ich es nicht so, doch muss ich sagen, dass ich ein wenig stolz auf meine Heimatregion war, als ich diese Regelung und die damit verbundenen Zahlen lesen konnte. Warum geht das nicht auch in Wuppertal?

Noch kenne ich keine Details zur Finanzierung der ausformulierten Angebote. Meine Empfehlung an die Wuppertaler Stadtwerke und den Stadtrat: Machen Sie sich doch einmal schlau, wie die "sturen Ostwestfalen" das hinbekommen haben.

Ich möchte Sie auffordern, in der Sache einmal Stellung zu beziehen und erwarte mit Spannung eine Antwort auf meine Fragestellung.

Ludger Spellerberg

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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