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Unbedingte Aufklärung

Betr.: "Schuld auf einzelnen Busfahrer abwälzen?" vom 12. Mai

Ich möchte Sie ermuntern/bitten, an diesem Fall dran zu bleiben und für die dringend nötige Öffentlichkeit zu sorgen. Es darf nicht sein, dass die WSW mit einem Bedauern in diesem gewiss tragischen Fall davonkommen. Was hier passiert ist, ist ungeheuerlich, muss lückenlos aufgeklärt werden – und muss in jedem Fall auf Ebene der Ausbildungsleitung der WSW auch Konsequenzen haben.

Ich muss mich als regelmäßiger Busfahrgast auf die Eignung und Zuverlässigkeit der Busfahrerinnen und Busfahrer "blind" verlassen können – und tue das auch.

Ich will aber auch als Bürger dieser Stadt ein prominentes städtisches Unternehmen so geführt wissen, dass man dort mit der nötigen Sensibilität und Menschlichkeit mit seinen Mitarbeitern umgeht und gleichzeitig Prozesse/Strukturen so organisiert, dass man dem Unternehmenszweck in bestmöglicher Art und Weise nachkommt.

Wenn das Bemühen der WSW, das Geschehen aus der Öffentlichkeit rauszuhalten, auch nur den Hauch eines "Geschmäckles" bekommt, dann hoffe ich inständig, dass Sie keine Hemmungen haben werden, auch den Vorstand dieses Unternehmens in aller Öffentlichkeit auf seine menschlichen und Management-Qualitäten hin auf den Prüfstand zu stellen.

Hier ist ein Mensch ums Leben gekommen: Da gibt es nur Aufklärung, keine Rechtfertigung – und schon gar kein Taktieren!

Lutz Fette, Dorpweg

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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