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Sprudelnde Gebühren

Betr.: Unwetter am 29. Mai

Das Starkregenereignis war möglicherweise das eindrucksvollste der letzten Jahre. Gut, dass unsere Stadtverwaltung vor knapp 15 Jahren bereits einen klugen Schritt unternommen hat, um sich für derartige Überschwemmungslagen zu wappnen. So verfügte man damals einen sogenannten Anschlusszwang, der Grundstückseigner dazu nötigt, das auf ihren versiegelten Flächen, wie beispielsweise Hausdächern, anfallende Regenwasser in die Kanalisation abzuleiten, anstatt es direkt vor Ort versickern zu lassen. Zwar hat diese Maßnahme zur Folge, dass seitdem bei Regen noch mehr Wasser unterirdisch ins Tal braust, dafür strömen aber auch ordentlich Abwassergebühren in die Stadtkasse, mit denen man dann ja die entstandenen Wasserschäden begleichen kann.

Matthias Naumann

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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