| 16.40 Uhr

Schon die Schere im Kopf

Betr.: "Unzulässiger Vergleich", Rundschau-Leserbrief vom 19. Mai

Sehr geehrter Herr Großewiese, Sie wollen Schmierereien in Herrn Craggs Park nicht hinnehmen.

Ich vermisse aber Aufschreie Prominenter bei gewichtigen Zerstörungen. So hatte Picasso mit "Guernica" und "Massaker in Korea" direkt künstlerische Zeichen gesetzt. Ähnliches würde wohl heute mit dem Kunstmarkt kollidieren – daher haben junge Künstler schon die Schere im Kopf. Eine tolle Ausnahme wurde uns von der Galerie "Kunstkomplex", Hofaue, Ecke Wesendonkstraße, zuteil: Von Bomben zerfetzte Menschen, zum Nachdenken verschleiert – durch Kim Demuth. Es gibt als noch mutige Aussteller/innen. Hier die Galeristin Nicole Bardohl.

Wolfgang Richel

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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