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Nur mit einem Aufzug

Betr.: Barrierefreiheit am neuen Döppersberg

Die Planer des Döppersberg haben für über 152 Millionen Euro ganze Arbeit geleistet. Es gibt eine Kiss- and Ride-Zone, ein Fahrradhaus, eine sehr breite Prunktreppe zum oberen Platz, die ausreichen würde, die Zuschauer eines Stadions zu evakuieren.

Aber was ist mit Rollstuhlfahrern, Menschen, die keine Treppe mehr steigen können, und Menschen mit Kinderwagen? Es gibt keinen natürlichen barrierefreien Aufgang zum oberen Platz und Busbahnhof. Auch wird es diesen Aufgang – sprich Rampe – in Zukunft nicht geben. Keinem ist dieser Planungsfehler aufgefallen.

Nach Rücksprache mit der Stadt ist der Zugang zum oberen Platz barrierefrei nur per Aufzug geplant. Dies ist hochgradig diskriminierend. Als Alternative wurde mir der Weg zur Schwimmoper, dann zurück an der Stadthalle, dann zum oberen Bahnhof und Busbahnhof genannt. Der Fußweg am Kaiserhof wäre ja zu steil.

Allerdings ist ein barrierefreier Zugang zur Südstadt gebaut worden. Dieser endet jedoch an der alten Treppe und Rolltreppe. Dies ist ein Skandal sondergleichen.

Die verantwortliche Mitarbeiterin gab mir in allen Belangen Recht: Es würde ihr auch leid tun, aber man kann es nicht ändern.

Werner Piontek

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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