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Kann nur der Anfang sein

Betr.: Solidarisches Bürgerticket

Mobilität eine der wichtigsten Voraussetzungen der Teilhabe am öffentlichen Leben: Freie Fahrt für arme Bürger – das Sozialticket.

Schritt 1 ist sofort umsetzbar: Geltungsdauer und Geltungsbereich wie beim Ticket 2000 einführen. Bisher gilt das Ticket nur in Wuppertal. Die Ausweitung des Geltungsbereiches auf den gesamten VRR ermöglicht es den Nutzern mit ihren Kindern, auch Ausflüge am Wochenende außerhalb unserer Stadt zu unternehmen. Mehrkosten fallen erst mal nicht an.

Schritt 2 – möglichst schnell umsetzen: Das Sozialticket raus dem Hartz IV-Leistungskatalog. Das Ticket wird zu einer Sachleistung und finanziert vom Jobcenter oder dem Sozialamt. Jobcenter oder Sozialamt handeln als Großkunde der WSW einen günstigen Preis aus. Anmerkung: Nach Aussagen von Herrn Lenz im Juli 2018 haben wir in Wuppertal 25.000 Bedarfsgemeinschaften mit etwa 50.000 Menschen. Dem gegenüber stehen nur 13.935 Menschen (WSW im Juni 2018), die ein Sozialticket besitzen. Es gibt noch viel zu tun!

Warum eine Sachleistung? Einige Tausend Menschen kaufen sich kein Ticket, weil es einfach zu teuer ist. Kinder und alte Menschen werden von unserem Vorschlag der Sachleistung profitieren.

Unsere Vision für die Zukunft: Freie Fahrt für alle Bürger! In einigen Städten in Deutschland aber auch in Europa werden Modelle eingeführt hin zu einer Stärkung des ÖPNV und der Entlastung unserer Umwelt. Busse und Bahnen für 1 Euro pro Tag = 365 Euro im Jahr. Dieses Modell kann nur der Anfang sein.

Nach einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit sollte aus der Freiwilligkeit eine (gesetzeskonforme) ÖPNV-Abgabe für alle eingeführt werden.

Elterninitiative für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik Wuppertal, Jürgen Heimchen

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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