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Inakzeptable Situation

Betr.: Klassengrößen, offener Brief an Bildungsministerin Karliczek

Ich begrüße die vom Bundestag beschlossene Grundgesetzänderung, damit der Bund Länder und Kommunen im Bereich Bildung unterstützen kann und soll.

Mein Sohn ist dieses Jahr in die erste Klasse gekommen. Da insgesamt 28 Schüler in den beiden ersten Klassen sind, und ich diese Situation inakzeptabel finde, hatte ich an den Sozialdezernenten Dr. Kühn der Stadt Wuppertal und das Schulministerium geschrieben. Der Schuldezernent hat umgehend bestätigt, dass ohne Unterstützung von Land und Bund keine schnelle Besserung realistisch ist.

Die Antworten, die ich vom Schulministerium NRW erhalten habe, zeigen aus meiner Sicht nicht nur die Unzuverlässigkeit des Schulministeriums NRW, sondern auch, dass die Landesbehörden nicht gewillt sind, ihrem politischen Auftrag im Bereich der Bildung nachzukommen.

Daher bitte ich Sie, alle in Ihrer Macht stehenden Maßnahmen zu veranlassen, dass bundesweit und permanent die Klassengrößen so klein wie möglich sind, um nicht nur den Lernerfolg der Schüler zu steigern, sondern auch um die Lehrer zu entlasten und genug Reserven beim Ausfall von Lehrern zur Verfügung zu haben.

Dr. Stephan Sandvoss

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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