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Erreicht worden ist nichts

Betr.: "Die Bahn bewegt sich", Rundschau vom 7. Juli

Was haben die Herren Mucke und Jaeger erreicht? Nichts! Eine Absichtserklärung für etwas, das bereits zum Beginn des Döppersberg-Umbaus hätte vertraglich festgezurrt werden müssen. Dabei scheint die größte Sorge der Herren auch gar nicht beim Bahnhof selber zu liegen, sondern beim daneben liegenden Grundstück für die Talstation der Seilbahn. Damit wird diese Posse ein weiteres Beispiel für die Trumpisierung und Seehoferisierung der Politik: Ausleben von Egotrips hinter dem Deckmantel des Allgemeinwohls, auf Kosten des Allgemeinwohls – und Betrug am Steuerzahler, der ein Tourismusvehikel unter dem Vorwand eines nicht vorhandenen ÖPNV-Bedarfs finanzieren soll.

Bleibt als letzte Hoffnung noch der Rat der Stadt, der erkennt, dass diese Stadt dringendere Themen finanziell auszustatten hat, und dass das eine bessere Verwendung der Eigenmittel ist, die trotz – ungeklärter – Förderfähigkeit der Seilbahn anfallen werden.

Andreas Leiner

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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