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"Bilder von uns"
Viel Lob für Wuppertaler Inszenierung

"Bilder von uns": Viel Lob für Wuppertaler Inszenierung
Konstantin (Alexander Peiler) kämpft mit den Dämonen seiner Vergangenheit. Ex-Mitschüler Malte (Konstantin Rickert) kann ihm nicht helfen. FOTO: Uwe Schinkel / Wuppertaler Bühnen
Wuppertal. Das virtuelle nachtkritik-Theatertreffen 2018 ist entschieden. Die Leser von nachtkritik.de haben aus den 38 Vorschlägen ein Tableau aus zehn Inszenierungen ausgewählt.

Mit unter den Auserwählten: Die Inszenierung "Bilder von uns" der Wuppertaler Bühnen (nach dem Roman von Thomas Melle). Abgegeben wurden 11.966 Stimmen, im Vorjahr waren es 8.363. "Intim, intensiv und emotional aufwühlend. Großes Theater auf der kleinen Bühne", schreibt Rundschau-Kulturredakteurin Nicole Bolz über das Stück im Oktober. 

Die Redaktion von "Nachtkritik": "Melles Stück greift die Missbrauchsfälle am Bonner Aloisiuskolleg auf und geht doch weit über den konkreten Fall hinaus. Was wie ein Krimi beginnt, verwandelt sich in eine komplexe Reflexion über das menschliche Erinnern und die Lügen, die wir uns selbst erzählen. Eben diese existentiellen Fragen übersetzt Henri Hüster zusammen mit der Choreografin Sylvana Seddig in extrem stilisierte Szenen und Bilder, die tief ins Herz treffen und zugleich philosophische Diskurse anstoßen."