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Zehn Jahre Barmer Bahnhof
Tiefe, hohe, vor allem fröhliche Töne

Zehn Jahre Barmer Bahnhof: Tiefe, hohe, vor allem fröhliche Töne
Opernstar Kurt Rydls. FOTO: Osswald
Wuppertal. "Nein, danke, ein Mikrofon brauche ich nicht", dröhnte Kurt Rydls sonorer Bass durch den Barmer Bahnhof, als ihm Moderator Klaus Göntzsche das Tonverstärkungsinstrument in die Hand geben wollte.

Tatsächlich: Wie überflüssig technische Hilfsmittel angesichts eines solchen Stimmorgans sind, davon konnten sich die Gäste an diesem ganz besonderen Abend zusätzlich überzeugen, als der Opernstar im Duett mit Claudia Göbl seine nach wie vor weltweit gefragten Sangeskünste darbot. Rydl hatte mit seiner Frau Christiane zum zehnjährigen Jubiläum in seinen Bahnhof geladen, schließlich hat der langjährige Bass der Wiener Staatsoper das Bahnhofsgebäude vor einem Jahrzehnt käuflich erworben – nicht zuletzt auf sanftem Druck seiner Gattin, deren Bruder Thomas Leipoldt die dort seit fast 100 Jahren angesiedelte Bahnhofsbuchhandlung Jos. Linz betreibt. Angeführt von Kammersängerin Edda Moser kam eine illustre Gratulantenschar zu einer kurzweiligen Geburtstagsfeier zusammen, die bis in den frühen Morgen andauerte.

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