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Kunst- und Kulturszene
Petition für Pina-Bausch-Zentrum

Kunst- und Kulturszene: Petition für Pina-Bausch-Zentrum
Das ehemalige Wuppertaler Schauspielhaus. FOTO: Ralf Silberkuhl
Wuppertal. Vertreter der Kunst- und Kulturszene der Stadt treten mit einer Petition "für eine weiterführende und kreative Zukunft des Pina Bausch Zentrums und unserer Stadt" ein.

Zu den Unterstützern gehören die "Utopistadt", die "börse", "ORT – Peter Kowald Gesellschaft", "Talflimmern", die "Kunststation", das "Café Swan", das "Loch", das "freie netz werk kultur" und die "Allianz für Diversität, Dialog und Empowerment". Der Wortlaut:

"Haltung zeigen, jetzt erst recht: JA! zum Pina Bausch Zentrum: Das Schauspielhaus ist ein zentraler Ort in Wuppertal. Über Jahrzehnte schlug hier der Puls unserer Stadt. Das Schauspiel, das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, die Oper, Festivals und zahllose andere Veranstaltungen hatten hier ein Zuhause. Seit 2009 ist die große Bühne geschlossen, bis 2013 fungierte das Foyer noch als kleine Spielstätte. Seither steht das Gebäude überwiegend leer.

Wuppertal braucht das für das Schauspielhaus geplante Pina Bausch Zentrum als kulturelles Erbe einer großen Künstlerin, die wissen wollte, was Menschen bewegt. Dieses kulturelle Erbe gilt es in die Zukunft zu übersetzen. Kunst, Kultur und Bildung schaffen Wohlstand, verhindern Extremismus und gestalten unsere Demokratie. Ganz in der Tradition unserer Stadt brauchen wir einen zukunftsweisenden und kreativen Ort der Bewegung – der Körper wie des Denkens. Wir brauchen diesen Ort als Kraftzentrum für unsere Stadt, als Motor für die Stadtentwicklung, als Freiraum, in dem die lange Wuppertaler Tradition des bürgerschaftlichen und des künstlerischen Engagements lebendig sein kann.

Dafür fordern wir – neben den drei Säulen Tanztheater, Produktionsstätte und Pina Bausch Foundation – diese einmalige Chance wahrzunehmen: Über die vierte Säule des Konzeptes von Anfang an mit der lebendigen Kunst- und Kulturszene der Stadt zusammen das Forum »Wupperbogen« als Freiraum und Ort zu gestalten. Dazu kann es um zentrale Fragen und Werte gehen, die Stadt und Gesellschaft bewegen: Fragen zur Stadt- und Quartiersentwicklung, zur Wirtschaft, zum Klimawandel, zu Mobilität und Bürgerbeteiligung. Kurz: Wo wollen wir hin? Wie wollen wir leben? Was bewegt uns?

In seiner berühmt gewordenen Eröffnungsrede setzte Heinrich Böll auf die Freiheit der Kunst, die ihr niemand geben kann, die sie sich einfach nimmt. Es gilt, diese Freiheit weiter zur Tradition unserer Stadt gehören zu lassen. Freiheit für die Zukunft unserer Gesellschaft zu verteidigen, erscheint dringlicher als je zuvor.

In Wuppertal und über Wuppertal hinaus – ein pulsierendes Pina Bausch Zentrum eröffnet Möglichkeiten, sich international auf hohem Niveau zu verbinden und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Unser Appell gilt der Politik und allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren: Lassen Sie uns jetzt gemeinsam die Potenziale nutzen und die Zukunft des Pina Bausch Zentrums gestalten.

Wir fordern ein JA! zum Pina Bausch Zentrum."

Zur Petition: hier klicken!

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