Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Markt Wars – Krieg der Weihnachtssterne

Der legendäre erste "Star Wars – Krieg der Sterne"-Film beginnt ja mit pompöser Musik und folgender Text-Einblendung: "Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis..." Möglicherweise wird es in vielen hundert Jahren eine Fortsetzung unter dem Titel "Markt Wars – Krieg der Weihnachtssterne" geben, die so beginnt: Es war einmal vor langer Zeit in einem weit, weit entfernten Wuppertal ..." mehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Der stille Anti-Held

Du gehst zu sehr nach der Musik, haben sie gesagt. Das geht unter, haben sie prophezeit. Der Favorit ist Italien, haben sie schlaugeschwätzt. Der Osten schiebt sich die Punkte ohnehin nur untereinander zu, fachsimpelten sie. Ja gut, die Kritiker hat er überzeugt, aber die Zuschauer stimmen sicher anders ab, orakelten sie. Doch ich war sicher: Diesmal konnte es nur einen Gewinner beim Eurovision Song Contest (ESC) geben – Portugal. Alles andere war schlicht nicht möglich und wäre die weitaus größere Überraschung gewesen. Von Nicole Bolzmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Auf dem Skywalk

Völlig überraschend haben Experten diese Woche herausgefunden, dass das Kölner Stadtarchiv vor acht Jahren doch nicht wegen Wind, sondern wegen eines Fehlers beim U-Bahn-Bau eingestürzt ist. Da war Wuppertal beim Städtebau insgesamt etwas erfolgreicher. Zum Beispiel im Nordpark. Waren Sie da eigentlich in letzter Zeit mal? Nein? Dann aber nix wie hin, denn da oben hat sich dank Fördermitteln des Landes richtig was getan. mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Lehnchen reloaded

Im Moment wird ja weltweit alles Mögliche auf links gedreht und modernisiert: Die Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr sollen eine Zusatzausbildung als Kuschelpädagogen machen. Die Amerikaner ersetzen Oabamacare durch Dr. Trumps Krankenverunsicherung. Und inzwischen hat sogar die Schweiz einen eigenen Geheimdienst, deren Top-Agent Urs Bond todesmutig vor dem Finanzamt Barmen Steuer-CDs aus Autos klaut. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Strafzettel-Super-Sale

Vorige Woche habe ich ja über den Kollegen geschrieben, der ein Gnadengesuch bei der Bezirksregierung einreichen musste, um einen Punkt in Flensburg wieder loszuwerden, den man ihm völlig unberechtigt verpasst hatte. Diese Woche setze ich verkehrssanktionstechnisch noch einen drauf. Und zwar mit der Untat des nächsten Rundschau-Kollegen, den wir aus Gründen, die sie gleich verstehen werden, Herrn Schliemann nennen wollen. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Das Gnadengesuch

Immer diese Verkehrsraudis! Einer sitzt mir seit Wochen am Schreibtisch gegenüber und starrt immer wieder auf einen längst bezahlten Strafzettel, der ihm mehr als 90 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg auferlegt. Er war voriges Jahr auf der A3 in der Baustelle am Heumarer Kreuz 82 statt der angeblich erlaubten 60 Kilometer pro Stunde gefahren. Von Roderich Trappmehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Bronze in Berlin

Meine Freundin sagt immer, ich käm' ja nie raus aus Wuppertal... Vergangene Woche aber dann doch mal: Auf nach Berlin! Denn beim "Durchblick-Preis 2017" des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) war ich vor ein paar Monaten in der Kategorie "Beste journalistische Einzelleistung" nominiert worden. Von Stefan Seitzmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Unsere Elbphilharmonie

Waren Sie schon mal im Simonshöfchen? Ach so. Macht aber nichts. Ich war auch schon da. Allerdings vor geraumer Zeit und zum Glück nur zum Fußballspielen gegen eine Gefängnisauswahl auf dem hauseigenen Aschenplatz. Wenn ich irgendwann da noch mal antrete, ist aus dem Aschenplatz wahrscheinlich eine Art Allianz-Arena geworden, weil das Gefängnis demnächst umgebaut wird. mehr

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Wer ist Wuppertal?

Richard David Precht werden Sie möglicherweise kennen: Das ist dieser Philosoph und Buchautor, der die gebrauchte Frisur der alternden Rockröhre Gianna Nannini aufträgt und mehrere Bestseller geschrieben hat. Der erste hieß "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?". Und genau diese Frage muss sich jetzt auch Wuppertal stellen, weil sie neuerdings niemand mehr beantworten kann. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Ich bin inne Bredullje

Mensch, heute ist mir die ganze andere Arbeit aber echt auf die Zeit geschossen. Dabei muss ich ja hier auch noch wacker was hinschreiben, bevor gedruckt wird. Jetzt bin ich echt inne Bedrullje. Über diese Bedrullje wollte ich übrigens auch schon immer mal schreiben. Wo ist die eigentlich? Das weiß keiner, obwohl ja jeder von uns da ziemlich oft reinkommt. So wie ich jetzt, weil mir gerade nichts Lustiges einfällt. Von Roderich Trappmehr

Kommentar zur Fanproblematik beim Wuppertaler SV

Ein Image- und ein Geldproblem

Eigentlich müsste beim Fußball-Regionalligisten WSV alles in bester Ordnung sein. Der Aufsteiger steht auf einem beachtlichen vierten Tabellenplatz, spielt durchaus ansehnlichen Fußball gegen Kontrahenten mit einem viel höheren Etat, zieht im Schnitt 4.489 Zuschauer an (nur in Essen und Aachen kommen mehr) und hat den Klassenerhalt so gut wie geschafft. Und doch laufen die Verantwortlichen nicht mit breitem Grinsen durch die Stadt. Die Ausschreitungen in Ahlen (4:1) belasten das Image und laufen den Planungen zuwider. Von Jörn Koldehoffmehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Roter Zwerg

Da kann ich ja wirklich nicht meckern: Forscher haben ein Sonnensystem mit gleich mehreren erdähnlichen Planeten entdeckt, auf denen es außerirdisches Leben geben könnte – und deren zuständigen zentralen Stern nach mir benannt: TRAPPIST-1! mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Die Gürkchen-Krise

"Schatz, ich glaub', die Milch ist schlecht. Probier mal!" Kennen Sie diesen Satz auch? Den Partner als eine Art Säure-Teststäbchen zu missbrauchen, gehört zu den typischen Unarten in vielen Beziehungen. Wahlweise gibt es auch noch die Variante "Mein Essen schmeckt aber gar nicht, probier mal", die bei Restaurantbesuchen gerne zum Einsatz kommt. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Öffentlich-gebrechliches Fernsehen

Früher gab es noch richtig nette Werbefiguren: Frau Antje, Klementine oder Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer. Alles vorbei: Klementine ist tot, Herr-Kaiser-Darsteller Nick Wilder hat längst als Schiffsarzt auf dem Traumschiff angeheuert und Frau Antje ist vermutlich vom holländischen Rechtspopulisten Geert Wilders aus dem deutschen Fernsehen entfernt worden, weil der keinen Käse mehr an Ausländer verkaufen will. mehr

Kommentar zur Zukunft der GWG

Ein Fass ohne Boden

Ohne den Korruptionsskandal aus den 90er Jahren wäre alles anders. Wäre der Schuldenberg der GWG mindestens 150 Millionen Euro niedriger. Könnte man beispielsweise zusammen mit der Quartiersgesellschaft wichtige und sinnvolle Projekte entwickeln. Hätte nicht Objekte verkaufen müssen, mit denen vernünftige Renditen zu erzielen waren. Könnte viel mehr in die Sanierung des Wohnbestandes stecken, den man einst für teures Geld von der Stadt erwerben musste. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Teppichklopfverordnung

Hören Sie das auch? Draußen auf der Straße? Freudenschreie, Riesenjubel, wildfremde Menschen liegen sich in den Armen - weil das Teppichklopfen endlich vollständig legalisiert wird! Nun wussten Sie möglicherweise gar nicht, dass das bisher überhaupt reglementiert war. Dann haben Sie fahrlässig § 9 der Wuppertaler Straßenordnung ignoriert. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Make Wuppertal great again!

Da diese Seite heute scheinbar komplett karnevalistisch ist, kann ich passend dazu ja auch mal was ganz Verrücktes machen: Ich verkleide mich als Donald R. Trampp und plane kurzfristig die Machtübernahme im Barmer Rathaus. Sorry, Mister Obamucke, aber jetzt wird aufgeräumt: "Let's make Wuppertal great again!", rufe ich und werde damit garantiert ruckzuck Oberstbürgermeister. Hat da einer gelacht? Haben sie in Amerika auch erst ... mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Kochmix-Neandertaler

Donald Trump ist im Prinzip wie der Thermomix: Alles, was aus ihm rauskommt, ist ziemlich dünn, aber es schmeckt vielen Leuten. Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, würde ich aber den Thermomix deutlich bevorzugen. Ich weiß, wovon ich rede, weil ich 1987 einen gekauft habe. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Vorsicht: Dibbelabbes!

Deutschland wird ja immer ernährungsbewusster. Auch in Kantinen. Die heißen inzwischen alle Betriebsrestaurants, haben auf jeden Fall eine Bio-Ecke und täglich mindestens ein Gericht aus der Kategorie laktosefreier vegetarischer Burger mit glutenfreiem Dinkelbrötchen und Quinoa-Bratling. mehr