Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Kochmix-Neandertaler

Donald Trump ist im Prinzip wie der Thermomix: Alles, was aus ihm rauskommt, ist ziemlich dünn, aber es schmeckt vielen Leuten. Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, würde ich aber den Thermomix deutlich bevorzugen. Ich weiß, wovon ich rede, weil ich 1987 einen gekauft habe. Von Roderich Trappmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Vorsicht: Dibbelabbes!

Deutschland wird ja immer ernährungsbewusster. Auch in Kantinen. Die heißen inzwischen alle Betriebsrestaurants, haben auf jeden Fall eine Bio-Ecke und täglich mindestens ein Gericht aus der Kategorie laktosefreier vegetarischer Burger mit glutenfreiem Dinkelbrötchen und Quinoa-Bratling. mehr

Kommentar zur (bald) abgeschlossenen Schwebebahnerneuerung

Auf ins nächste Jahrhundert

Nur noch wenige Tage bis zum Millennium. Oder sagen wir bis zur Jahrhundertwende. Zur speziellen Wuppertaler Jahrhundertwende: Denn im kommenden Jahr wird der Komplett-Umbau der Schwebebahn abgeschlossen sein – fast 114 Jahre, nachdem sie erstmalig die Wuppertaler von Oberbarmen bis Vohwinkel transportierte. Mit einem ausgetauschten Gerüst, mit umgebauten oder völlig neuen Bahnhöfen, einem modernisiertem Betriebssystem und 31 brandneuen Waggons. Von Hendrik Waldermehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Razzia in Bethlehem reloaded

Vorige Woche habe ich ja über die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Weihnachtsmann-Figuren in Übergröße geschrieben. Das ist übrigens zumindest in der Geschäftswelt kein ganz neues Phänomen, wie mir beim Stöbern in alten Glossen jetzt aufgefallen ist. 2007 habe ich nämlich das hier unter dem Titel "Razzia in Bethlehem" geschrieben – und finde es immer noch gut, weshalb ich es einfach noch mal wiederhole. (Dann habe ich auch eine Stunde Zeit gewonnen, um Geschenke zu kaufen ...): mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Schaschlik-Christbaumkugel

Wir haben neue Nachbarn. Sie wohnen in einem Vorgarten nicht weit von uns und scheinen nett zu sein. Immerhin liegen sie sich den ganzen Tag in den Armen und strahlen um die Wette, weil sie von innen beleuchtet sind. Es handelt sich um einen Schneemann und einen Nikolaus in der Größe der Freiheitsstatue. Ob die früher in dem Haus hinter ihnen heimischen Menschen noch da leben, wissen wir allerdings nicht. Das Haus ist von der Straße aus nicht mehr auszumachen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Gutturalknacklaut

Wann haben Sie eigentlich zum letzten Mal Kottenbutter gegessen? Ach, doch schon so lange her? Da haben Sie ja Glück. Denn mal ganz unter uns: Ich persönlich mag an Kottenbutter eigentlich nur die Aussprache, weil die ein Zugereister niemals richtig hinbekommen kann. Ko-ön-bu-toh bringt nur derjenige perfekt über die Lippen, der speziell den spektakulären Wuppertaler Ersatzlaut für die Buchstabengruppe "otten" mit der Muttermilch aufgesogen hat. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Becher Mell Soße

So, jetzt ist aber mal Schluss! Diese Woche ist schon mehr als genug auf unseren Nerven rumgetrampelt worden, ich möchte ab sofort nur noch gute Nachrichten hören. Und da kommt schon eine: Wuppertal hat seinen Spitzenplatz unter den Städten mit den meisten überschuldeten Einwohnern souverän verteidigt. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Keinkaufsbummel

Das Gegenteil von einkaufen ist keinkaufen. Keinkaufen haben wir morgen in Wuppertal, weil ver.di aus dem verkaufsoffenen kurzfristig einen verkaufsgeschlossenen Sonntag gemacht hat. Ver.di mit dem Punkt in der Mitte ist übrigens nicht zu verwechseln mit Verdi ohne Punkt. Letzterer ist für schöne Töne zuständig, erstere für Misstöne. mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Zeitnah oder zeitfern?

Man muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen. Zum Beispiel das Wort "zeitnah" benutzen. Wo kommt das eigentlich so plötzlich her? Waren bewährte Begriffe wie "bald" oder "zügig" eventuell in Reparatur oder in Urlaub, so dass man als Verzweiflungstat auf diese Fehlkonstruktion zurückgreifen musste? mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Wer kennt das "Ihmchen"?

Ich mache mir große Sorgen. Nämlich um eine ganze Reihe von schönen Wuppertaler Begriffen, die kaum noch jemand kennt. Und das kam so: Neulich habe ich am Telefon zu jemandem gesagt, er soll nicht so drömmeln. Das hörte unsere jüngste Kollegin und staunte über dieses für sie offensichtlich völlig neue Wort. mehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Ein Rundschau-Zeitungsmensch

So ein 50. Geburtstag ist oft ein überbordendes Ereignis. Mitten im Leben stehend lässt man es sich und seinen Verwandten und Freunden mal richtig gut gehen. Man hat viel erlebt und gesehen, gehört aber lange noch nicht zum alten Eisen. Vergleichbare Feierlichkeiten fanden zum 50. des Schauspielhauses nicht statt. Nach Jahren der Schließung hat sich statt dessen eine leichte Patina über das unbespielte Haus gelegt. mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Ich tue Gender-Buße

Flensburg war ja immer schon eine Stadt mit Vorreiterfunktion: Hier hat Beate Uhse den ersten Sex-Shop der Welt gegründet und die Handballer sind weit oben in der Bundesliga. Diese Woche kam noch eine Neuerung mit bundesweiter Strahlkraft aus der Stadt im hohen Norden: Die Linke im Flensburger Rat forderte nämlich in einem Antrag, Arbeitsgeräte künftig gender-gerecht zu benennen. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Tschö Brangelina!

Das war die Woche der Trennungen: Angelina Jolie trennte sich von Brad Pitt, Werder Bremen von seinem Trainer, Berlin von Rot-Schwarz und Angela Merkel deshalb endgültig von ihrer guten Laune. Die mit Abstand wichtigste unter diesen Nachrichten ist die Scheidung von Brangelina. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Ein Aufschlagidiophon

Es gibt die normale Polizei, die Kriminalpolizei und die Wasserschutzpolizei. Was noch fehlt, ist eine Klingeltonpolizei. Denn was da aus manchen Handys an Geräuschen rauskommt, wenn jemand anruft oder eine SMS eintrudelt, gehört dringend zusammen mit den Pokémon lebenslänglich in den Digital-Knast. mehr

Nach Toreschluss – die Wochenendsatire

Dummfall: Der Leo ist los

"Der Löwe ist los" heißt eine beliebte Kinderbuchreihe von Max Kruse. Bei ihrem Autor handelt es sich nicht um den Fußball-Nationalspieler – der benimmt sich höchstens kindisch –, sondern um den Sohn von Käthe Kruse, die mehrere Generationen deutscher Kinder mit adipösen Spielzeugpuppen ausgestattet hat. Wenn ihr Sohn nicht voriges Jahr gestorben wäre, hätte er jetzt eine Fortesetzung schreiben können, die im Wuppertaler Zoo spielt: "Der Leo ist los". mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Hamsterkäufe

Der Bundesinnenminister hat uns ja diese Woche zu Hamsterkäufen aufgefordert, um für einen Krisenfall gerüstet zu sein. Ich halte das für problematisch, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Zoofachhandlungen ausreichend Hamster vorrätig haben, um damit die gesamte Bevölkerung zu bevorraten. Außerdem sind Hamster dem äußeren Anschein nach wenig nahrhaft. mehr

Kommentar über die Bedeutung des Klimaquartiers

Aufbruch made in Wuppertal

Berlin sei arm, aber sexy, hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit einst über seine Stadt gesagt. Ersetzt man "sexy" durch "spannend", dann muss man diesen Satz auf Wuppertal bezogen unbedingt unterstreichen. Finanzielle Mittel gibt es kaum, aber überall dort, wo die Kommune kein Geld hat, um selbst aktiv zu werden, entstehen Freiräume – räumliche und gedankliche – die in den vergangenen Jahren immer mehr mit Leben gefüllt wurden. Allen voran in Utopiastadt und am Arrenberg. Von Nicole Bolzmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Fäkalforensik

Sind Sie noch beim Frühstück? Dann essen Sie erstmal auf und lesen Sie dann weiter. Sie wollen nicht warten? Na schön, aber ich habe Sie gewarnt! Sie kennen vielleicht auch das beliebte "Volkslied", das Zeilen wie diese enthält: "Scheiße in der Lampenschale ... He ladi ladi lo ... Gibt gedämpftes Licht im Saale. .. He ladi ladi lo ..." mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Die Flops der Woche

Wir blicken zurück auf eine Woche der Flops. Flop Nummer eins: Die Schwimmer bei Olympia. Vielleicht sollten wir nächstes Mal welche hinschicken, die das Seepferdchen schon haben. Sollte Ihnen dieser Witz bekannt vorkommen, könnte das daran liegen, dass ich ihn 2012 schonmal gerissen habe. Aber das Elend im Becken wiederholt sich ja auch eins zu eins. mehr

Aus dem Tagebuch der Redaktion

Urlaub zu Hause? Nicht ohne das Stadtporträt!

Ja, wir haben Sommerferien. Aber manch einer ist trotzdem immer noch oder schon wieder in Wuppertal. So wie Sie oder ich zum Beispiel. Und fragt sich, was man denn (vielleicht sogar an ein paar freien Tagen) so unternehmen könnte. Wer nicht gerade rund um die Uhr Olympia im fernen Rio konsumieren will, kann sich mit seiner unmittelbaren Umgebung beschäftigen: Entdecken sie Wuppertal – wir machen es Ihnen mit unserem Stadtporträt leicht. Von Hendrik Waldermehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Station Wuppertal Hbf

Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen: Die Deutsche Bahn hat in Elberfeld ein Baustellenschild errichtet, auf dem sie die "Revitalisierung der Station Wuppertal Hbf" ankündigt. "Station Wuppertal Hbf" klingt zwar ein bisschen nach einem hölzernen Wartehäuschen mit Gleisanschluss im hinteren Vorpommern, aber sehr viel mehr Infrastruktur als da ist ja bei uns auch gar nicht vorhanden. mehr

Kommentar zu den L419-Planungen auf Lichtscheid

Was passiert vor dem Überflieger?

Wer momentan nachmittags aus Barmen oder Elberfeld den Lichtscheider Überflieger ansteuert, traut seinen Augen nicht. Fast keine Staus, der Verkehr läuft flüssig. Zu früh freuen sollte man sich deshalb aber besser nicht, die Erklärung ist denkbar einfach: Es sind Sommerferien. Anschließend kehren die Staus am Morgen und Nachmittag ganz sicher zurück. Die Bilder sind bekannt. Von Jörn Koldehoffmehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Phantastrologie

Ganz Wuppertal steht Kopf und ist völlig orientierungslos, weil sich die Rundschau einen groben Patzer geleistet hat: Am Mittwoch fehlte in unserer Ausgabe aus technischen Gründen das Horoskop. Ausweislich der heftigen Reaktionen trauen sich jetzt Hunderte Leser kaum noch vor die Haustür, weil sie ja nicht wissen, was auf sie zukommt. mehr

Kommentar: Wer darf unsere Weihnachtsmärkte machen?

Vom "Brexit" bis nach Barmen

Ist ja schon verrückt: Mitten im Sommer 2016 reden wir über vier Wuppertaler Weihnachtsmärkte des Jahres 2017. Während sie sich in ihren Büros wahrscheinlich den Juli-Schweiß von der Stirn wischen, sind jetzt Mitarbeiter der Verwaltung damit beschäftigt aufzulisten, was derjenige (oder diejenigen) bringen und machen müssen, die den Elberfelder "Lichtermarkt", den Barmer Weihnachtsmarkt, den Mittelalter-Markt auf dem Laurentiusplatz und den "Winterzaubermarkt" auf der Hardt durchführen wollen. mehr

Kommentar über die Stadt und ihren Fluss

Neben der Wupper flanieren – ein Traum?

Lange Zeit war es nicht gerade eine Liebesgeschichte zwischen der Stadt und dem Fluss, der ihr den Namen gibt. Als Abwassertransporter missbraucht, eingezwängt in Mauern, floss die Wupper durchs Tal, für die Menschen unerreichbar. mehr

Nach Toreschluss - die Wochenendsatire

Gedopte Pokémons

Die Generation Golf und die Generation Praktikum hatten wir ja schon. Jetzt existiert um uns herum die Generation Kopf unten, die so heißt, weil ihre Angehörigen permanent auf ihr Smartphone starren. Wer deshalb um sich herum kaum noch etwas wahrnimmt, ist ein Smombie - sprich Smartphone-Zombie. mehr