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Immobiilen-Rundschau
Lokaler Immobilienmarkt: Preise ziehen weiter an

Immobiilen-Rundschau: Lokaler Immobilienmarkt: Preise ziehen weiter an
Frank Müller gehört mit seinem Büro „fmi“ zu den größten Maklern in Wuppertal. Er stützt sich auf mehr als 25 Jahre Erfahrung am lokalen Markt und verfügt über mehrere nationale und internationale Qualifikationen in der Immobilienwirtschaft. FOTO: fmi
Wuppertal. Immobilien kaufen, besitzen und verkaufen - das ist auch in Wuppertal ein Thema mit vielen Fragezeichen. Führende Marktexperten erklären in der Rundschau, was Anbieter und Interessenten wissen sollten. Heute: Frank Müller über die Halbjahresbilanz des Wuppertaler Gutachterausschusses.

Der Gutachterausschuss in Wuppertal hat gerade seinen neuen Halbjahresbericht erstellt. Was zu erwarten war, hat sich bestätigt. Die Preise ziehen weiter kräftig an! Erhebliche Zuwächse gab es bei den Verkäufen von Einfamilienhäusern. Während im ersten Halbjahr des letzten Jahres "nur" 136 Stück verkauft wurden, sind es im abgelaufenen Halbjahr 167 Stück (plus 23 Prozent).

Noch mehr legten die Reihenhäuser zu. Es wurden 34 Prozent mehr verkauft als im 1. Halbjahr des letzten Jahres. Lediglich bei den Doppelhaushälften gab es einen Rückgang in Höhe von 16 Prozent zu verzeichnen, was jedoch am zu geringen Angebot liegen dürfte. Neue Reihenhäuser sind in den letzten Jahren richtig teuer geworden und kosten jetzt zwischen 300.000 und 350.000 Euro.

Die Verkaufszahlen von Eigentumswohnungen waren um 7 Prozent rückläufig. Es konnten nur 877 Kaufverträge registriert werden. Da die Nachfrage auch in diesem Segment hoch ist, war auch hier das Angebot zu knapp. Die Preise neuerer Gebrauchtwohnungen (Baujahr 1980 bis 1999) legten um etwa 7 Prozent zu. Die Preise der älteren Wohnungen wuchsen sogar um ca. 8 Prozent. Die Neubauwohnungen scheinen offensichtlich vorläufig ihren preislichen Zenit erreicht zu haben. Sie kosten, wie schon im Vorjahr, etwa 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Auf den ersten Blick hat der Mehrfamilienhausmarkt eine seltsame Entwicklung genommen. Es wurden etwa 10 Prozent mehr Objekte verkauft. Jedoch war der Geldumsatz geringer und sank von 95,5 auf 93 Millionen Euro. Dies ist vermutlich ein Indiz dafür, dass vermehrt auch die besonders schwierigen (oft auch sanierungsbedürftigen) Immobilien verkauft werden, die bislang kaum an den Mann (oder die Frau) zu bringen waren.

Im ersten Halbjahr des Jahres wurden nur 22 Grundstücke für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 29. Da die Nachfrage groß ist, ist die niedrige Zahl ein klares Indiz dafür, dass es hier an Wohnbaugrundstücken für Einfamilienhäuser fehlt. Jetzt ist die Stadt weiter gefordert, neue Wohnbauflächen auszuweisen. Diesbezüglich ist man dort schon aktiv geworden.

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