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Immoblien-Rundschau
Der neue Wuppertaler Mietspiegel 2018 bis 2020

Immoblien-Rundschau: Der neue Wuppertaler Mietspiegel 2018 bis 2020
Frank Müller gehört mit seinem Büro „fmi“ zu den größten Maklern in Wuppertal. Er stützt sich auf mehr als 25 Jahre Erfahrung am lokalen Markt und verfügt über mehrere nationale und internationale Qualifikationen in der Immobilienwirtschaft. FOTO: fmi
Wuppertal. Immobilien kaufen, besitzen und verkaufen - das ist auch in Wuppertal ein Thema mit vielen Fragezeichen. Führende Marktexperten erklären in der Rundschau, was Anbieter und Interessenten wissen sollten. Heute: Frank Müller über den jetzt vorliegenden neuen qualifizierten Mietspiegel für Wuppertal.

Gute Nachrichten für Mieter. Die Mieten bleiben stabil, ohne nennenswerte Veränderungen. Am 18. Dezember 2018 wird der Rat der Stadt Wuppertal den neuen Mietspiegel, der bis Dezember 2020 gilt, zur Kenntnis nehmen. Beschließen muss der Stadtrat den Mietspiegel nicht.

Die Stadt Wuppertal gibt seit 2016 wieder einen "qualifizierten Mietspiegel" heraus. Dieser ist zum Beispiel bei Mieterhöhungen bindend. Durch den qualifizierten Mietspiegel wird die erforderliche Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter wieder hergestellt, die es vor 2016 lange Zeit nicht gab.

Das in Bochum ansässige und auf Immobilienforschungen spezialisierte Institut InWIS wurde auch schon 2016 mit der Ermittlung der Datengrundlage für die Mietpreise beauftragt. Diese macht seither repräsentative Datenerhebungen der Bestands- und Neuvermietungsmieten. Die Mietervereine, Haus- und Grundbesitzervereine, die Stadt, der Gutachterausschuss und andere beschließen dann den Mietspiegel und sorgen für das nötige Maß an "Ausgewogenheit".

An den Zahlen hat sich vergleichsweise wenig geändert. In der ein oder anderen Baujahresgruppe haben sich Veränderungen von etwa 10 Cent je Quadratmeter Wohnfläche nach oben ergeben. Im Wesentlichen sind die Mieten jedoch sehr stabil geblieben. Letztlich liegen die geringen Erhöhungen deutlich unter der Inflationsrate, was die Mieter freuen dürfte.

Die Vermieter werden die Entwicklung weniger positiv beurteilen. Insbesondere die Handwerkerkosten für Gebäudereparaturen und Modernisierungen sind um ein Vielfaches stärker gestiegen. Auch die Baustoffpreise ziehen deutlich an. Lust auf große Investitionen in den Gebäudebestand macht die Entwicklung aus Sicht der Hauseigentümer wohl eher nicht. Insoweit ist die Entwicklung also weder pauschal negativ oder positiv zu beurteilen.

Die nächste Erhebung wird wahrscheinlich etwa zu Beginn des Jahres 2020 wieder beauftragt werden, weil der neue Mietspiegel am 21. Dezember 2020 seine Gültigkeit als "qualifizierter Mietspiegel" verliert. Bis dahin jedenfalls ist Rechts- und Planungssicherheit für die Akteure und Marktteilnehmer hergestellt.

Einen direkten Vergleich hinsichtlich der Veränderungen der Mietspiegel 2016 und 2018: hier klicken!

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