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Der Blog der Rundschau-Redaktion (44)
Von Ulan Bator nach Wuppertal

Der Blog der Rundschau-Redaktion (44): Von Ulan Bator nach Wuppertal
Rundschau-Praktikantin Louisa Rohde vor dem Parlamentsgebäude in Ulan Bator mit dem Denkmal von Dschinghis Khan. FOTO: Louisa Rohde
Wuppertal. Im Herbst 2016 verbrachte die derzeitige Rundschau-Praktikantin Louisa Rohde drei Monate in einer Hauptstadt der Superlative. Ulan Bator ist nämlich die kälteste "Metropole" der Welt. Für ein Praktikum bei der englischsprachigen Zeitung The UB Post nahm sie die zweistelligen Minusgrade aber bibbernd in Kauf. Jetzt zieht sie einen kleinen Vergleich:

"So richtig vorbereitet auf Praktikanten waren die Journalisten der UB Post nicht und niemand fühlte sich für mich verantwortlich. Als es dann darum ging, Aufgaben für mich zu finden, wurde ich nach ein bis zwei Wochen des Rumsitzens in die wenigen Galerien geschickt, um über die permanent wechselnden Ausstellungen zu schreiben. Dass ich Kunst bereits in der neunten Klasse abgewählt hatte, war völlig nebensächlich. Gedruckt wurden meine  laienhaften Ausführungen über irgendwelche Landschaftsgemälde dann trotzdem. 

Das war an meinem ersten Tag bei der Rundschau völlig anders, denn ich sollte nach bloßen drei Stunden im Büro direkt eine Pressekonferenz besuchen. Alleine. Das hatte ich allerdings noch nie gemacht, denn in der Mongolei waren diese ja selbstverständlich auf Mongolisch gewesen. Der Sprung ins kalte Wasser hat dann aber doch noch irgendwie geklappt.

Was die Arbeitsatmosphäre angeht: Das mongolische Reporter-Team ist ungefähr  genauso groß wie das der Rundschau. Allerdings gab es drei Ausgaben die Woche und richtig gearbeitet wurde nur am Tag vor der Erscheinung. Obwohl der Chef selbst dann auch schon mal seine Gitarre rausgeholt hat. Kein Wunder also, dass mir die Rundschau-Redaktion vorkommt wie das reinste Arbeitslager… Beschweren kann ich mich aber definitiv nicht!"